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  Aktuell!! 

2.6. ab 18.00 h

Klöntreffen an der FSC-Hütte 

gem. besonderer Einladung

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 Gesellschaft für Sicherheitspolitik-Sektion Rheine

 

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Neue Beiträge!

Blick ins Archiv

Erinnerung an bessere Zeiten: Mai 1989 Besuch sowjetischer Soldaten beim InstBtl 120 in Rheine 

Der damalige Kommandeur, Oberstleutnant Ramms,  kommentiert heute in den Medien als pensionierter NATO-General den russischen Krieg in der Ukraine.

Bundeswehr 2021: Kräfteverteilung in Deutschland

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"Korpsdepot 181 Tonnenheide im Kontext"

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Das Logistikbataillon 163 (RSOM) in Delmenhorst

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Eckpunkte - Bundeswehr der Zukunft

 

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  Positive Grundstimmung für das Sanitätsregiment 4

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Dampflokomotiven in Rheine 

ein lokalgeschichtlicher Beitrag als Corona-Extra

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Bundeswehr und  Recht 

Der Einsatz der Bundeswehr im Rahmen unserer Rechtsordnung

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18.1.1871 

Erinnerung an die Ausrufung des Kaiserreiches vor 100 Jahren 

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Truppen in Europa 

tabellarische Übersicht zu ausgewählten militärischen Daten

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Die Nachrichtenecke präsentiert ausgewählte Informationen zur Sicherheitspolitik und Bundeswehr.


 

           Blick ins Archiv

In Manöverzeitungen konnten die Soldaten ihren Humor unter Beweis stellen, wie hier bei der ehemaligen 5./InstBtl 120

 

 Blickpunkt

 

 

 

 

 

 

 

Der FAUN 908 Zehntonner war bis in die 70er Jahre ein Arbeitspferd der Nachschubtruppe. Von einem Kameraden erhielten wir Ansichten aus seiner Wehrdienstzeit beim Transportbataillon 170 um 1970.Weitere Fotos


 

Kontakt zum Webmaster

xd300@hotmail.de

Jürgen Dreifke

 

 

 

Kommentierungen der Informationen durch den Webmaster sind durch farblich kenntlich gemacht.

Hauptinformationsquellen sind das Organ des Reservistenverbandes "Loyal", der "Newsletter Verteidigung", der InfoBlog "Augengeradeaus" von Thomas Wiegold und die Sendereihe "Streitkräfte und Strategien" des NDR.

 

2018 - 2019

  Archiv bitte anklicken:  Nachrichten 2018 - 2019

April 2022

Das im Rahmen der sicherheitspolitischen "Zeitenwende" (Kanzler Scholz) vorgesehene grundgesetzlich abgesicherte Sondervemögen von 100 Mrd.€ wird von Koalition und Opposition kontrovers diskutiert. Die CDU verlangt mehr Mitsprache bei der Verwendung der Mittel und eine dauerhafte Absicherung des 2%-Zieles im Haushalt. Sie will verhindern, dass aus dem Vermögen mit den Argumenten einer erweiterten Sicherheitspolitik unter dem Druck der Linken in der Koalition Mittel für nicht-militärische Vorhaben in der Entwicklungshilfe, Zivilverteidigung oder Umweltpolitik verwendet werden. SPD-Fraktionsvorsitzender Mützenich hatte  in einem Interview abgelehnt, künftigen Generationen den Militäretat vorzuschreiben. 

 

Die Bundesregierung wird eine Lieferung von 50 bei der Industrie abgestellten Flugabwehrpanzern Gepard in die Ukraine genehmigen. Diese waren ab 1978 an die Truppe ausgeliefert und vor über 10 Jahren mit der Auflösung der Flugabwehrtruppe des Heeres abgestellt oder an NATO-Partner  (z.B. Rumänien) und befreundete Staaten (Brasilien)abgegeben worden. Für eine Rolle als Flugabwehrsystem wäre eine Modernisierung der veralteten Feuerleitelektronik unabdingbar. Die Heeresflugabwehrtruppe hatte ihre FlaPz allerdings auch immer für den Erdkampf vorgesehen. Ein Problem dürfte die Beschaffung der 35-mm Munition für die in der Schweiz entwickelten Schnellfeuerkanonen sein. Da wird die Ukraine wohl auf andere Gepard-Nutzer-Staaten wie Brasilien zurückgreifen müssen. Weiterhin soll das Prinzip des "Ringtausches" fortgesetzt werden, bei dem NATO-Partner  bei ihnen noch in Nutzung befindliche sowjetische Systeme wie Kampfpanzer T 72, Schützenpanzer BMP oder Geschütze an die Ukraine liefern und dafür aus Deutschland Ersatz erhalten. Die Niederlande werden eine kleine Zahl von modernen Panzerhaubitzen der Ukraine zur Verfügung, wofür allerdings eine Ausbildung in Deutschland erforderlich ist, die schon für die niederländische Artillerie praktiziert wurde. Hintergrund ist, dass die Niederlande ihre eigentlich moderne Artilllerie auf ein Bataillon reduziert haben und aus der Panzertruppe bis auf eine Kompanie in einem deutsch-niederländischen Bataillon fast ganz ausgeschieden sind. Bei der Abgabe der Panzerhaubitzen geht es also nicht um ausgemusterte Altsysteme.

 

Es besteht ein Dissens in der politischen Landschaft und auch innerhalb der Regierungskoalition über die Frage der Lieferung schwerer Waffen an die um ihre staatliche Existenz kämpfende Ukraine. Dabei dreht es sich immer wieder um die mögliche Lieferung aus Beständen der Bundeswehr oder der Industrie, wo noch ältere Systeme abgestellt sind. Im Mittelpunkt steht immer wieder der Schützenpanzer Marder, von dem es noch ca. 390 Exemplare im Bestand der Bundeswehr gibt und seit Mitte der 2000er Jahre bei der Bundeswehr nicht mehr genutzte Leopard I, für welche die Industrie eine Überholung und schnelle Lieferung anbietet. Der Schützenpanzer Marder ist noch in vier der neun Panzergrenadierbataillone der Bundeswehr in Verwendung. Als Ersatz hatte das Heer den Bedarf von 226 weiteren Puma angemeldet, so dass ein Teil der Marder, in allerdings unterschiedlichen Rüstzuständen,  nicht mehr benötigt würde. Von Seiten des Kanzlers und des stellvertretenden Generalinspekteurs wird die Auffassung vertreten, dass die Bundeswehr mit Blick auf den Bündnisauftrag keine schweren Systeme mehr abgeben könne. Es besteht aber Grund zur Annahme, dass Kanzler Scholz und Teile der SPD mit Blick auf Russland den Einsatz von Panzern deutscher Herkunft in der Ukraine vermeiden möchten. Im Hintergrund steht immer die Frage einer Ausweitung des Konflikts zu einer Konfrontation mit der NATO . In der öffentlichen Argumentation schwankt man zwischen Hinweis auf fehlende Bestände bei der Bundeswehr und Geheimhaltung der Lieferwege. Deutschland hatte der Lieferung von ehemals sowjetischem Gerät aus den Beständen der NVA, die an Bündnispartner abgegeben worden waren, zugestimmt und leichte Waffen geliefert.

 

Deutschland sagte Milliardenhilfe für ukrainische Waffenkäufe zu und sieht auch die Möglichkeit der Unterstützung für Ausbildung und Logistik deutscher Systeme, die von Bündnispartnern an die Ukraine geliefert werden, wie Panzerhaubitzen 2000 aus den Niederlanden.

 

März 2022

Das unmittelbar nach dem russischen Angriff auf die Ukraine von der Regierung angekündigte Sondervermögen über 100 Milliarden bietet Diskussionsstoff. Die CDU-Opposition will nur zustimmen, wenn es eine Mitwirkung bei der Verwendung der Mittel gibt und die Regierungskoalition in voller Stimmenzahl die notwendige Grundgesetzänderung mitträgt.  In Teilen des linken Spektrums der Politik und Gesellschaft stoßen diese zusätzlichen Schulden, um die offenbaren Defizite bei der Verteidigungspolitik in den letzten Jahrzehnten zu bereinigen, nicht auf Zustimmung.

Die NATO verstärkt ihre Präsenz auf dem Gebiet der östlichen Bündnispartner. Die USA sind wieder mit 100.000 Soldaten in Europa präsentiert. Neben dem Schwerpunkt der deutschen Unterstützung in Litauen beteiligt sich die Bundeswehr auch an der Luftverteidigung in Rumänien und in der Slowakei. Die Präsenz der Marine in der Ostsee wird verstärkt. Eine schon länger geplante NATO-Übung in Norwegen wird durchgeführt.

 

Februar 2022

Bundeskanzler Scholz hat einen Paradigmenwechsel der deutschen Sicherheitspolitik angekündigt. Deutschland wird künftig die 2%-Zusage bei den Verteidigungsausgaben einhalten und es soll mit einer Grundgesetzänderung ein 100 Mrd-€-Sondervermögen für die dringend notwendigen Nachbesserungen bei der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr eingerichtet werden. Außerdem hat die Bundesregierung die Lieferung von Panzerfäusten und Fliegerfäusten an die Ukraine genehmigt und die grundsätzliche Zustimmung zu Waffenllieferungen erteilt. Die Öffentlichkeit, aber auch wohl Teile des linken Flügels in den Regierungsparteien, waren von dem Kurswechsel überrascht. Für die Tornado-Nachfolge ist die Entscheidung für die Beschaffung von 35 Tarnkappenbombern F 35 und die Entwicklung einer Version für die elektronische Kampfführung des Eurofighters in der Größernordnung von 15 Maschinen gefallen (Anmerkung: Zahlenmäßig bleiben die Beschaffungszahlen hinter der Zahl von ca. 90 Tornados zurück, was aber bisher nicht diskutiert wurde.)

Nach dem Beginn des Angriffs auf die Ukraine durch die Russische Föderation stoßen die russischen Streitkräfte aus mehreren Richtung auf Kiew und in den Süden und Osten des Landes vor. Sie nutzen ihre überlegene Militärtechnologie, um mit  Distanzwaffen Schlüsselobjekte des ukrainischen Militärs auszuschalten. Die unterlegenen ukrainischen Streitkräfte leisten allerdings Widerstand, so dass sich ein Szenario wie in Afghanistan nicht zu wiederholen scheint. Es ist denkbar, dass nach einer Niederlage ein Widerstand aus dem Untergrund fortgesetzt wird. 

Die Planungen und Absichten Präsident Putins sind unklar. Ein Eingreifen der NATO kommt u.a. wegen der Gefahr einer nuklearen Eskalation nicht in Frage Deutschland reiht sich in die westliche Solidarität mit der Ukraine ein, bekennt sich zu harten Sanktionen. lehnt aber Waffenlieferungen ab. Der Heeresinspekteur kritisierte offen die fehlende Einsatzfähigkeit der deutschen Streitkräfte und in der Hauptstadt mehren sich die politischen Bekenntnisse zu den strategischen Fehlern in der Russlandpolitik und verteidigungspolitischen Versäumnissen. Verteidigungsministerin Lamprecht ging nicht auf die Kritik ein und betonte, dass Deutschland seine Bündnisverpflichtungen erfüllen werde. Diese bestehen nun in Maßnahmen zur Steigerung der Bereitschaft für die deutschen Beiträge zur NATO-Response-Force und quantitativ allerdings überschaubaren Verstärkungen für die Einsatzkontingente im Rahmen der Rückversicherung der östlichen Bündnispartner.

Die Aggression Russlands gegenüber der Ukraine eskaliert. Putin bestreitet die geschichtliche Existenzberechtigung der Ukraine als eigener Staat. Er erkennt die beiden Bezirke in der östlichen Ukraine in denen die Seperatisten ca. 1/3 des Gebietes kontrollieren als unabhängige Staaten an und lässt sich eine Intervention zur angeblichen Wiederherstellung der Sicherheit der ethnischen Russen von der Duma genehmigen. Nach wochenlangen Manövern in Russland und Bjelarus und Verhandlungstreffen mit den Präsidenten Biden, Macron und Kanzler steht ein Einmarsch in ukrainisches Gebiet bevor. Die EU, NATO und USA bereiten Sanktionen vor, u.a. stoppt die Bundesregierung die Zertifizierung der Ostseepipeline North Stream II. Die NATO schickt Truppenkontingente zur Rückversicherung in die östlichen Bündnisstaaten. Ministerin Lamprecht kündigt weitere Bundeswehrverstärkungen für Litauen an.

Das Mandat für die Ausbildungsmission im Irak wurde vom Bundestag verlängert, der Einsatz in Mali wird wegen des dortigen Militärputsches und dem Auftreten der russischen Söldner der Wagner-Gruppe hinterfragt. Die CDU-Opposition plädiert für eine Fortsetzung, um antiwestlichen Kräften nicht das Feld zu überlassen. Mittlerweile hat Frankreich die Entscheidung getroffen, die Mali-Mission zu beenden, weil die Putsch-Regierung kein Interesse mehr an einer Zusammenarbeit hat.

Die Fregattte Bayern ist von ihrer Indo-Pazifik-Reise zurück gekehrt.

 

Die USA verlegen ihre in Grafenwöhr stationierte mit Radpanzern ausgerüstete Stryker-Brigade nach Rumänien.

 

Die im Koalitionsvertrag angekündigte Entscheidung in der Tornado-Nachfolge nährt Diskussionen, dass ggf. doch das US Kampfflugzeug F 35 wieder in Erwägung gezogen wird. Das Muster befindet sich in folgenden europäischen Staaten in Zulauf oder ist zur Einführung vorgesehen: Großbritannien, Italien, Dänemark, Norwegen, Niederlande, Belgien, Finnland, Polen, Schweiz. Angesichts der Kontroversen um die deutsche Bündnisloyalität in der Ukraine-Krise wird man sich möglicherweise aus politischen Gründen doch den Entscheidungen der Partnerstaaten anschließen und die Sonderlösung mit der F 18 wieder verwerfen. Dieses ältere Modell hätte allerdings den Vorteil, dass sowohl die nukleare Teilhabe als auch die elektronische Kampfführung (ECR) zeitnah erneuert werden könnten. Bei einer Entscheidung für die F 35 müsste wohl eine ECR-Version des Eurofighters entwickelt werden. Bei der Tornado-Nachfolge werden ohnehin auch neue Eurofighter für die konventionelle Jagdbomber-Rolle beschafft werden. Die Anpassung der Eurofighter an die Luft-Boden-Rolle verlief bei der Luftwaffe deutlich langsamer als bei der Royal Airforce.

 

Januar 2022

   

Die Positionierung Deutschlands in der Krise im Osten Europas angesichts des russischen Truppenaufmarschs an der Grenze zur Ukraine sorgt für erhebliche Diskussionen und Irritationen. Von den meisten Vertretern der Koalitionsregierung wird eine militärische Unterstützung der Ukraine abgelehnt und die absolute Priorität von Verhandlungen vertreten. Unklare und widersprüchliche Äußerungen gibt es zum Thema Sanktionen, insbesondere zur Zukunft der Ostseepipeline North Stream II. Militärpolitik als Teil der Diplomatie ist aufgrund der in Deutschland dominanten pazifistischen Orientierung vorerst nicht zu erwarten, während die Bündnispartner ihre militärischen Aktivitäten verstärken.

 

Verteidigungsministerin Lamprecht hat alle bisherigen Planungen zur Erneuerung der Bundeswehr, die vor allem von Generalinspekteur Zorn in der vorausgehenden Legislaturperiode eingeleitet wurden , vorerst auf Eis gelegt und neue Prüfungen angekündigt. Dies war nach dem Regierungswechsel zu erwarten, bedeutet aber weitere Verzögerungen für eine Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft. Die Ministerin bekundet in Truppenbesuchen und medialen Auftritten, wie alle Amtsvorgänger, ihre Solidarität mit der Truppe und das Bekenntnis zu den Verpflichtungen Deutschlands in der NATO.

 

Der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Schönbach, trat zurück, nachdem kritische Äußerungen über den Umgang des Westens mit dem russischen Präsidenten Putin bei einem Indienbesuch, bekannt geworden waren.

 

 

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