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  Aktuell!!

 


Eisstockschießen am 26.9.

17.30 Skiclub Rheine

Anmeldung bis zum 20.9.

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Ausblick :

1.12. Begegnung im Advent

27.12. Tag der Tradition (Änderung!)

17.1.2020 Neujahrsempfang

 


Die Nachrichtenecke wird zur Zeit aktualisiert. 


 Gesellschaft für Sicherheitspolitik-Sektion Rheine

26. 9. Vortrag : Dr. Frank Umbach Klimaschutzpolitik

Gymnasium Dionysianum  19.00 h

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neu:

Sanitätsregiment 4 in Rheine

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 Blickpunkt

Eindrücke vom Tag der Bundeswehr in der Lützow-Kaserne in Münster-Handorf am 15.6.2019

Es war eine Vielzahl an Fahrzeugen und Gerät ausgestellt, die zu einem großen Teil von der Erprobungsstelle 91 (Bw) in Meppen bereit gestellt worden waren.

Dazu gehörten "Oldtimer" wie die Kampfpanzer LEOPARD 1 und M 48

 


 ...und der neue Schützenpanzer PUMA

Zu sehen war auch eines der letzten Einsatzexemplare des SAR-Hubschraubers BELL-UH-1D.

 

mehr Bilder zum 15.6.


 

Kontakt zum Webmaster

xd300@hotmail.de

Jürgen Dreifke

Anregungen und Beiträge sind willkommen! Der Aufbau der Seite ist noch nicht abgeschlossen, die Einbindung von Inhalten und Bildern wird aber  kontinuierlich fortgesetzt.

Besonderer Dank gilt Peter Rottmann für die langjährige Pflege des Webauftritts unseres Traditionsverbandes!

 

 

Kommentierungen der Informationen durch den Webmaster sind durch Kursivdruck kenntlich gemacht.

Hauptinformationsquellen sind das Organ des Reservistenverbandes "Loyal", der "Newsletter Verteidigung", der InfoBlog "Augengeradeaus" von Thomas Wiegold und die Sendereihe "Streitkräfte und Strategien" des NDR.

August 2019

Die kritische Lage am Persischen Golf erhöht den Druck durch die USA auf Deutschland, sich an der  Marinepräsenz den USA und Großbritanniens zu beteiligen. In den offiziellen Verlautbarungen fürchtet die Bundesregierung eine Eskalation der Konfrontation  mit dem Iran, schließt aber eine Reaktion in europäischem Rahmen nicht ganz aus. Kritiker dieser Position sehen eine Verpflichtung der Handelsnation Deutschland, sich an der Freihaltung der internationalen Seewege zu beteiligen.

 

Seit Anfang des Monats ist der INF-Vertrag und das Verbot landgestützer nuklearer Lenkwaffensysteme im Reichweitenspektrum 500 bis 5500 km außer Kraft.  Die Gegner des Vertrages im Westen verweisen nicht nur auf russsische Verstöße, sondern auch darauf, dass die Verbreitung von Mittelstreckenwaffen in mehreren Staaten der Welt die amerikanisch-russische Vereinbarung entwertet haben.

Man sollte anmerken, dass das Abkommen seegestützte Nuklearwaffen dieser Reichweiten ohnehin nicht kontrolliert und die nukleare Bedrohung von See her immer weiter bestanden hatte. Kritiker  fürchten einen Zusammenbruch der internationalen Rüstungskontrolle, wenn auch das Abkommen über die Begrenzung der strategischen Langstreckenwaffen (START)  2020 ausläuft.

 

Der Generalisnpekteur gab bekannt, dass folgende ursprünglich zur Schließung vorgesehenen Standorte von der Bundeswehr weiter genutzt werden sollen:

Fliegerhorst Kaufbeuren (durch ZSan, SKB), Flugplatz Diepholz (durch Lw, ZSan), Fliegerhorstkaserne Trollenhagen ( durch CIR), Barnimkaserne Strausberg (durch CIR, SKB), Theodor-Körner-Kaserne Lüneburg (durch Heer, ZSan), Jägerkaserne Bückeburg (durch Heer), eh.Luftwaffenkaserne Richthofenstr. Münster (durch Heer) Liegenschaft Brühler Str. Köln (durch Heer, Personalmanagement) Boelckekaserne Kerpen (durch ZSan, SKB) Klotzbergkaserne Idar-Oberstein (durch Heer) und Junkerskaserne Alt-Duvenstedt = Unterkunft Fliegerhorst Hohn (durch Marine, wahrscheinlich Seebataillon). Die Aufgabe der Liegenschaft Feldafing am Starnberger See (Schule für Informationstechnik) wird in Teilen ab 2020 erfolgen, die übrige Liegenschaft wahrscheinlich noch bis 2027 genutzt.

Es handelt sich also primär um Nutzung durch die "Dienstleister"  im Sinne der Funktionsfähigkeit der Truppe und nicht um eine Ausweitung der Kampfkraft durch  "Force-Provider" .

 

Die Deutsche Marine hat für den Ersatz der 22 SEALYNX-Bordhubschrauber zur U-Bootjagd zum Ende des nächsten Jahrzehnts jetzt die Marineversion des NATO -Hubschraubers 90 ausgewählt. Das Muster ist bei Partner-Marinen schon einige Zeit im Einsatz, bei der Deutschen Marine favorisierte man lange ein anderes Muster. Es werden 30 Hubschrauber gefordert. Bei der Marine wird ab 2019 schon in 18 Exemplaren der Marinehubschrauber 90 in der SAR- und Transportversion eingeführt, um die überalterten 21 SEAKING  abzulösen. Sie sind für Rettungsflüge über See unverzichtbar, werden aber auch als Transportmittel, z.B. auf Versorgungsschiffen, benötigt. Die Hubschrauber der Deutschen Marine und acht Patrouillenflugzeuge ORION sind auf der Basis Nordholz bei Cuxhaven beheimatet. Die U-Jagdhubschrauber werdenin in jeweils zwei Exemplaren auf Fregatten im Einsatz eingeschifft und verfügen dort über ein Hangar. Eine Reihe von Schiffseinheiten haben auch Start- und Landeplattformen, können die Hubschrauber aber nicht dauerhaft an Bord nehmen. Für die SAR-Einsätze gibt es auch kleine Außenstützpunkte auf Helgoland und in Warnemünde.

 

Juli 2019

-Am 1. 7. kam bei einem Absturz eines Hubschraubers der Internationalen Heeresfliegerschule Bückeburg eine angehende Fluglehrerin ums Leben.

-Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat neben der militärischen Zusammenarbeit in Europa auch die besondere Rolle der NATO für die deutsche Sicherheitspolitik hervorgehoben. Sie forderte, die laut NATO-Beschluss vorgesehenen Verteidigungsausgaben von 2% des BSP auch durch Deutschland in die Tat umzusetzen. Die neue Ministerin warb für vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen ihr und der Truppe.

-Die Übergriffe auf Tanker in der Straße von Hormuz haben zu Diskussionen über einen deutschen Beitrag zur Sicherung der Seewege in diesem Raum geführt. In der Vergangeheit hat es in den Gewässern um die arabische Halbinsel schon öfter Anschläge mit kleinen z.T. ferngesteuerten Booten gegeben. 

Nach der Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran  durch die Trump-Administration gibt es in den westlichen Staaten einen Disput zwischen "Falken", die in Anlehnung an die USA,Saudi-Arabien und Israeleine harte Linie gegenüber dem Regime in Teheran verfolgen und "Diplomaten", die keinen Bruch mit dem Iran riskieren wollen. 

 

Juni 2019

 

-Am 24. Juni stürzten über Mecklenburg zwei EUROFIGHTER nach einer Kollision ab, ein Pilot kam dabei ums Leben. Die Maschinen gehörten zum taktischen Luftwaffengeschwader 73 „Steinhoff“ in Rostock-Laage. Über die Unglücksursache ist noch nichts bekannt. Der Eurofighter hat seit 2004 ohne Absturz 104.000 Flugstunden absolviert.

 

-Im Juni haben das Firmenkonsortium aus MBDA Deutschland und Lockheed Martin ein Angebot an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr für das taktische Luftverteidigungssystem TLVS vorgelegt. Das System soll gleichzeitig auf mehrere Bedrohungen in verschiedenen Distanzen reagieren können (bemannte und unbemannte Luftfahrzeuge, ballistische Raketen). Es soll auch neue künftige Sensoren und Waffensysteme einbinden können. Das ehemals MEADS genannte Projekt steht in Konkurrenz zu dem kontinuierlich von dem amerikanischen Hersteller Raytheon weiterentwickelten Flugabwehrraketensystem Patriot, für das sich zahlreiche europäische Staaten entschieden haben. Zu den ursprünglichen Nutzern USA, Deutschland und die Niederlande sind in den letzten Jahren Griechenland, Spanien und in jüngster Zeit auch Polen, Rumänien und Schweden hinzugekommen. Auch der Bundestag hat in diesem Monat ein Upgrade auf den Stand Patriot 3 + genehmigt, um die zwölf Feuereinheiten auch 2030 noch wirksam einsetzen zu können. Kritiker des PATRIOT-Systems hegen Zweifel an seiner gesicherten Fähigkeit zur Abwehr ballistischer Raketen und verweisen auf das größere Entwicklungspotential von TLVS. Raytheon und sein deutscher Partner Rheinmetall führen deutlich niedere Kosten für zwölf Feuereinheiten ins Feld.

 

-Auf der Luftfahrtshow in LeBourget haben die Verteidigungsminister Frankreichs, Deutschlands und Spaniens einen Vertrag zur gemeinsamen Entwicklung eines Future  Combat Air Systems FCAS und der dazu gehörenden Waffen- und Sensorenausstattung geschlossen. Dabei soll auch künstliche Intelligenz für lernende Systeme, zum Beispiel beim Triebwerk, genutzt werden. Das System soll in einem Netzwerk von bemannten und unbemannten  fliegenden und stationären Wirkkörpern, Aufklärungs-und Führungsmitteln agieren können.

 

-Die Bundeswehr wird bald wieder über ein eigenes Beobachtungsflugzeug für Einsätze im Rahmen des Rüstungskontrollvertrages „offener Himmel“ verfügen. Die Lufthansa Technik AG übergab einen umgebauten Airbus A319C, in den noch die erforderliche Aufklärungsausrüstung (Kameras, Infrarotsensor) eingerüstet werden muss. Das Flugzeug bietet auch Platz für den Mitflug von Personal aus den überflogenen Starten und der Partner. Die Maschine soll auch von anderen Nutzern gemietet werden können, wie das die Bundeswehr nach dem Verlust ihres ersten Einsatzflugzeuges dieser Art bei einem Flug nach Südafrika vor einigen Jahren auch getan hat.

 

-Im Vorfeld der NATO Übung  DRAGON  der schnellen Speerspitzenkäfte in Polen übten die von der Panzerlehrbrigade 9 gestellte  Very High Readiness Joint Task Force  VJTF und die Streitkräftebasis in der Oberlausitz die Verlegung und logistische Vorbereitung eines derartigen Einsatzes. Aus 30 Standorten wurden die Kräfte auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz zusammengeführt und versorgt. Diese Verfahren für Reception, Staging und Onward Movement RSOM spielen im Rahmen der Rückversicherung der östlichen Bündnispartner eine immer größere Rolle. Nach dieser  Übung NOBLE JUMP für die VJTF und BRAVE DEPARTURE der SKB auf deutschem Boden folgte die Verlegung nach Polen und Teilnahme an der eigentlichen Gefechtsübung DRAGON mit deutschen, polnischen, niederländischen und norwegischen Truppen, die in einem Schießen auf dem Truppenübungsplatz Zagan  ihren Höhepunkt fand.

 

-An der Elbe bei Bodenteich übten im Rahmen von GREEN GRIFFIN die deutschen niederländischen Teile der Division schnelle Kräfte die verschiedenen Einsatzszenarien luftbeweglicher Kräfte bei schnellen Vorausoperationen. Luftlandungen und das Zusammenwirken von Fallschirmjägern und Hubschrauberkräften wurden im freien Gelände trainiert.

 

-Im Juni erfolgte mit drei Jahren Verzögerung die Indienststellung der Fregatte „Baden-Württemberg“ (F2 22) in Wilhelmshaven bei der Einsatzflottille 2. Die Fregatten der neuen Klasse F 125 zeichnen sich durch einen hohen Automationsgrad und lange Wartungsintervalle aus. Im Vergleich zu den jetzt auslaufenden Fregatten der „Bremen“ Klasse (F 122) ist die Stammbesatzung von 200 auf 120 Besatzungsangehörige gesunken. Die F 125-Klasse soll bis zu zwei Jahre in Einsatzgebieten verbleiben können und ist für Szenarien der weltweiten Konflikt-und Krisenbewältigung unter asymmetrischer Bedrohung optimiert. Das 127 mm -Geschütz befähigt auch zur Landzielbekämpfung. Diese Schiffseinheiten mussten von den Werften nachgebessert werden und die Anlage zur elektronischen Kampfführung bedarf auch noch der Überarbeitung. Diese Fregatten werden für die laufenden Einsätze von der Marine dringend benötigt, auch wenn sie nicht auf die neu bewertete Rolle der Seekriegführung im Rahmen der Landes und Bündnisverteidigung optimiert sind. Von den abzulösenden Fregatten 122 der „Bremen“-Klasse aus den 80er Jahren sind nur noch zwei verfügbar. Die U-Boot Abwehr und Luftverteidigung spielte bei der Konzeption  der F 125 eine geringere Rolle. Die F 125 können auch ca. 60 Militärangehörige für andere Einsatzaufgaben (Landoperationen, Boarding-Einsätze usw.) an Bord nehmen und als Führungsschiff dienen. Noch in diesem Jahr soll  die zweite von vier Einheiten dieser Klasse, die Fregatte „Nordrhein Westfalen“ (F223) übergeben werden.

 

-Die Marine wartet auch auf eine Entscheidung über die Ausschreibung zum MKS 180. Das Mehrzweckkampfschiff 180 soll in der Lage sein, Ziele in der Luft an Land, über und unter Wasser zu bekämpfen. Das Schiff soll zwei Jahre in einem Einsatzgebiet operieren können und durch Missionsmodule zum Beispiel für U-Boot Jagd oder Minenabwehr auch sehr schnell nachgerüstet werden können. Die Verzögerungen des Projekts verursachen  große Engpässe bei der Einsatzplanung der Marine, da zum Ende des kommenden Jahrzehnts auch die vier Einheiten der „Brandenburg“ -Klasse 123 abgelöst werden müssen.

 

-Eine gewisse Entlastung wird die relativ zügige Entscheidung und Realisierung  über ein zweites Los von  Korvetten  130 bringen, deren erste Einheit sich bereits in Bau befindet.

 

 

Mai 2019

 

 Unter dem Dach des Landeskommando Bayern wurde in München das erste Landesregiment. Dieser mit etwa 500 Reservisten ausgeplante Verband soll für Sicherungsaufgaben, Katastrophenhilfe und Host Nation Support zur Verfügung stehen. Er hat ein aktives Führungskader von 5 Soldaten. Das Regiment integriert die schon bestehenden drei RSU-Kompanien in Bayern. Die größte Herausforderung dürfte neben der dauerhaften Gewinnung von Reservepersonal sicher die Ausstattung mit eigenem Gerät sein.

 

 

April 2019

-Am Standort Delmenhorst ist die Aufstellung eines zusätzlichen, mit 200 aktiven Soldaten allerdings nur teilaktiven Logistikbataillons vorgesehen. Das Logistibataillon 163 (neu) soll im Rahmen der zentralen Host Nation Support Aufgaben für " Reception, Staging und Onward Movement (RSOM)" vor allem für die Aufnahme amerikanischer Kräfte in Häfen zur Verfügung stehen.

- Die Bundeswehr testete beim Logistikbataillon 171 in Burg die Verwendung von Exoskeletten zur Unterstützung von Logistiksoldaten bei schweren körperlichen Tätigkeiten  wie beim Umgang mit Munitionskisten.

 

 

 März 2019

In den Medien kursieren Meldungen, dass sich die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer mit Rückendeckung der Kanzlerin für den Bau eines deutsch-französischen Flugzeugträgers ausgesprochen haben soll. Gleichzeitig deuten die mittelfristigen Finanzplanungszahlen des Finanzministers und Vizekanzlers Scholz wieder auf rückläufige Anteile des Verteidigungshaushaltes hin.

Kritische Kommentare verweisen auf das Fehlen einer gemeinsamen strategischen Einsatzkonzeption und eine notwendige Mindestzahl von zwei Trägern, um eine halbwegs dauerhafte Verfügbarkeit zu garantieren. Es gibt bereits ein gemeinsames deutsch-französisches Kampfflugzeug- und ein Kampfpanzerprojekt um die Systeme RAFALE, EUROFIGHTER, LECLERC und LEOPARD II abzulösen. Das künftige gemeinsame Kampfflugzeug wird als Nachfolger der RAFALE auch über deren Trägertauglichkeit verfügen müssen. In der Diskussion um das künftige Fähigkeitsprofil der Bundeswehr war auch von einer Wiederbelebung der Seezielbekämpfung aus der Luft die Rede. Die Marine hatte in den alten Strukturen vor der Scharpingreform über Jagdbomber verfügt (SEAHAWK, dann F 104 G, zuletzt TORNADO), die von Landbasen aus den Seekrieg aus der Luft führen konnten und dabei nicht nur an ihre Heimatbasen Jagel und Eggebek auf dem "Flugzeugträger Schleswig-Holstein" gebunden waren. Die mehr als kritische Lage beim Sachstand Gerät in der ganzen Bundeswehr und die ungewissen Finanzperspektiven dürften die Ambitionen eines Trägers ad absurdum führen. Beim jüngsten Sachstandsbericht war leider wieder Geheimhaltung angesagt, aber durchgesickerte Zahlen verheißen keine Besserung. Zudem ist sehr ungewiss, ob alle Teile der Großen Koalition oder künftiger Koalitionen hinter einer finanziellen Trendwende stehen werden. (s.u)

 

Februar 2019

- Mit dem neuen Gesetz zur "nachhaltigen Verbesserung der personellen Einsatzbereitschaft" der Bundeswehr sind eine Vielzahl von sozialen und finanziellen Verbssserungen für Soldaten vorgesehen. Dazu gehören auch Erleichterungen und eine Flexibilisierung für den Reservistendienst (z.B. Streckung der Gesundheitskontrollen, Teilzeitdienst) . Die Reservisten  rücken noch mehr in den Fokus, weil sie Personallücken füllen müssen.

-Die Beschaffung eines schweren Transpothubschraubers incl. Materialerhaltungsleistungen wurde ausgeschrieben. Kandidaten sind die Chinook CH 47 von Boeing und CH 47 K von Sikorsky. Dafür sind Haushaltsmittel von 5, 6 Mrd € bis 2031 eingeplant. Die Stückzahl bewegt sich laut den Vorgaben des Generalinspekteurs zwischen 45 - 60. Die Diskussion fokussiert sich vor allem auf die CH 47 als marktverfügbarem und im Bündnis weitverbreitetem Modell und die noch nicht abgeschlossen Entwicklung der CH 53 K mit besseren Leistungsdaten.

- Die Bundesregierung hat gegenüber der NATO in dem Strategic Level Report angezeigt, dass Deutschland bis 2024 seine Vetreidigungsausgaben auf einen Anteil von 1,5 % des BSP bis 2024 steigern wird. Das auch von Deutschland auf dem Gipfel von Wales 2014 beschlossene 2% Ziel wird damit noch nicht erreicht. Auch die zugesagten 1,5 % mit 60 Mrd. € im Einzelplan 14 dürften bei kritischer Wahrnehmung der politischen Landschaft nicht von allen die Regierung tragenden politischen Kräften dauerhaft unterstützt werden. Die ständigen Diskussionen um die materielle Einsatzbereitschaft und  Auseinandersetzungen um Auftragsvergaben im BMVg  sind hier nicht förderlich und liefern den Gegnern einer Aufstockung der Mittel viel Munition.

- Auf der Sicherheitskonferenz in München manifestieren sich die Gegensätze zwischen der Trump-Administration und Bundeskanzlerin Merkel in Fragen der internationalen Wirtschaftsordnung und multilateralen Sicherheit.

- Im Raum Halle/Leipzig soll ein ressortübergreifendes Forschungszentrum für Cybersicherheit des BMVg, Bundesinnenministeriums und der Bundesländer entstehen.

-Die USA und die russische Föderation steigen aus dem INF-Abkommen von 1987  über das Verbot der Entwicklung landgestützer Mittelstreckenwaffen zwischen 500 und 5000 km Reichweite aus. Befürworter der Rüstungskontrolle hoffen noch auf eine neues Abkommen, bei dem auch ander Partner wie China eingebunden werden könnten. Vertragspartner beim INF-Abkommen waren nur Russland als Rechtsnachfolger der Sowjetunion und die USA, nicht die NATO! Allerdings hatte damals auch die Bundeswehr ihre im Rahmen der nuklearen Teilhabe betriebenen Pershing I-Raketen mit 700 km Reichweite bis 1991 ausgemustert. Seegestützte Raketen und Marschflugkörper dieser Reichweiten hatte das Abkommen nicht erfasst und sind auf beiden Seiten vorhanden. Präsident Putin hat die Entwicklung neuer Raketenwaffen als Antwort auf die Kündigung durch die USA und eine Neuverhandlung vorerst abgelehnt. Eine Stationierung würde es aber nur als Reaktion auf eine Stationierung von derartigen Systemen durch die USA geben. Experten vermuten, dass der Ausstieg aus dem INF-Abkommen weniger auf eine Konfrontation der USA und  Russlands als auf den Versuch, andere Nuklearstaaten zur Rüstungskontrolle zu bewegen, zurückgeht.

- Die Bundeswehr und DB haben vertraglich vereinbart, dass die Bahn 2019-20 dreihundert Waggons für militärische Transporte vorhält und Personal, Lokomotiven und Trassen für zwei Zugfahrten täglich bereitstellen kann. Im Rahmen der deutschen Beteiligung an der Rückversicherung an der NATO-Ostgrenze sind z.B. Transporte von Bergen und Wulfen (MunDp) nach Litauen vorgesehen (Loyal 2/19).

-Der NATO-Partner Ungarn wird 44 neue LEOPARD 2 A7 und 24 neue Panzerhaubitzen 2000 beschaffen und erhält 12 gebrauchte Leopard A 4.

 

Januar 2019

-Bei der Nachfolgefrage des TORNADO ist eine erste Vorentscheidung gefallen. Es stehen laut BMVg nur noch der EUROFIGHTER oder eine neuere Version der F 18 zur Wahl. Das modernere, aber noch mit technischen Problemen behafteteTarnkappenflugzeug F 35 LIGHTNING II kommt nicht in Frage. Das Nachfolgemuster soll die Übergangszeit bis zur ab 2040 geplanten Verfügbarkeit eines neu entwickelten deutsch-französischen "Kampfflugzeuges der Zukunft (Future Combat Air System) " überbrücken. Das Ergebnis der endgültigen Entscheidung - EUROFIGHTER oder F18 oder ein Mix von beiden - sei aber offen und abhängig von der Darlegung der Hersteller zu den gestellten Anforderungen. Ungeachtet der endgültigen Entscheidung über den Nachfolger des TORNADO werden die 33 älteren EUROFIGHTER der ersten Tranche  ohnehin durch neue Versionen  ersetzt(Q.Wiegold,a.a.O.). Wenn Italien seine TORNADO 2023 außer Dienst stellt, wäre von den ehemaligen Nutzern UK,IT und D nur noch die deutsche Luftwaffe Betreiber dieses ab 1981 in Dienst gestellten Mehrzweckkampflugzeuges.

Kommentierung: Für die F 18 könnte die leichtere Zertifizierung für die Möglichkeit des Nukleareinsatzes bei einem Modell amerikanischer Herkunft und ihre schon verfügbare Einsatz-Rolle bei SEAD (Suppression Enemy Air Defence-Unterdrückung der gegnerishcen Luftabwehr) sprechen. Beide Aufgaben stehen im Pflichtenheft Deutschlands für die NATO. Als erprobtes Standardträgerflugzeug der US Navy böte die F 18 auch den Wiedereinstieg in die Option Seekrieg aus der Luft, die das neue Fähigkeitsprofil der Bundeswehr fordert. Die Boeing F 18 HORNET beruht auf einem Modell aus den 70er Jahren, stellt aber mit der F/A* 18 SUPER HORNET von 2001 eine Neuentwicklung dar, die auch von der US-Navy noch lange genutzt werden wird. Die Auslegung mit zwei Triebwerken  fördert die Flugsicherheit. Erinnerungen an die Einführung der Phantom F 4, eines robusten, ausgereiften, d.h.bei der Einführung schon älteren Kampfflugzeuges der US-Navy als "Übergangslösung"  für die F 104-Verluste  werden wach. Die Übergangspase dauerte bekanntlich von 1971 bis 2013 !                        A*=Attack

Eine gemischte Lösung mit 30-40 neueren EUROFIGHTERN und ca. 40-50 F 18 für die von den TLG 33 in Büchel und TLG 51 in Jagel abgedeckten Fähigkeiten wäre auch  denkbar, um die Rollen konventioneller Jagdbomber, SEAD, bemannte Luftaufklärung, nukleare Teilhabe und ggfs. auch wieder Seekrieg aus der Luft wahrzunehmen.

Mit dem Verzicht auf die F 35 LIGHTNING  II  schließt sich Deutschland nicht der Entscheidung vieler westlicher Staaten (USA,UK,IT,NL,NO,DK,TK, BE,  Israel, Australien, Südkorea...) für ein Radartarnkappenflugzeug mit aufwändiger Elektronik für einen digitalisierten Luftkrieg an. Die vom Hersteller Lockheed  Martin versprochenen Kostensenkungen durch hohe Stückzahlen und die Möglichkeit der Standardisierung und  Kooperation mit anderen Luftwaffen  hat das BMVg wohl  ebensowenig überzeugt wie die Perspektive, mit der F 35 im Notfall eine noch zeitgemäße Ausweichlösung für den Fall eines Scheiterns des deutsch-französischen FCAS zu haben. Die Auswahl unterliegt mehreren politischen, ökonomischen und militärischen Parametern., die sich in Stichworten so umreißen lassen: zu erwartende Widerstände in der Öffentlichkeit und Koalition gegen die Beschaffung von US-Flugzeugen in der Ära Trump, zunehmende Bedeutung (und Kontroverse) der nuklearen Teilhabe angesichts des Endes des INF-Vertrages, französische Bedenken gegen eine deutsche Beschaffung eines neueren US-Kampfflugzeuge, das als Alternative zum dt.-frz.Kooperationsprojekt FCAS denkbar wäre, Interessen der deutschen Luft-und Raumfahrtindustrie und deren Versprechen, den EUROFIGHTER an die Rollen des TORNADO anzupassen, Fragen der Materialerhaltung und Lebenszeitkosten eines offensichtlich noch nicht ausgereiften Flugzeugmusters, angesichts der schon vorhandenen Probleme bei der Erhaltung der Einsatzbereitschaft der jetzigen EUROFIGHTER, vielseitige Verwendbarkeit und Überlebensfähigkeit des Tornadonachfolgers, Einstieg in die digitalisierte mit vielen Systemen (Drohnen, Satelliten etc.) vernetzten künftigen Luftkriegführung.

 

-Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten Bartels (SPD) für 2018 kritisiert erneut massive Mängel bei der Ausstattung, Einsatzbereitschaft des Geräts und des Beschaffungsmanagements.Die sich häufenden Meldungen über ausfallende Regierungsflüge durch Probleme mit den Maschinen der Flugbereitschaft und die Meldungen über die Kostenexplosion bei dem Segelschulschiff Gorch Fock sind dabei nur die publikumswirksame Spitze des Eisbergs. Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten lieferte erneut alarmierende Zahlen über den Klarstand der Hauptwaffensysteme LEOPARD II, Scützenpanzer PUMA , EUROFIGHTER und Airbus A 400 M, Schifseinheiten stehen für Missionen nicht zur Verfügung und an der persönlichen Ausstattung für den Einsatz mangelt es weiterhin.

 

-Die USA werden in den nächsten Wochen ihre Truppen in Polen im Rahmen der Rotation austauschen. Dabei wird es zu Truppenbewegungen von Antwerpen Richtung Polen auf dem Straßen- und Schienenweg kommen, bei denen Deutschland als Host Nation gefordert sein wird. Aufgrund früherer Zusicherungen an Russland stationiert die NATO keine festen Truppenteile dauerhaft an ihrer Peripherie im Osten und ersetzt die dort präsenten nichtpolnischen Truppenteile in gewissen Zeitabständen.

 

- Die Bundeswehr wird sich vorläufig nicht weiter an der Operation "Sophia" zur Schleuserbekämpfung im Mittelmeer beteiligen. Hintergrund sind die italienischen Widerstände gegen die Übernahme von Flüchtlingen und die großen Engpässe bei der Verfügbarkeit von Schiffseinheiten.

 

- In einem Tagesbefehl verkündet Generalinspekteur Zorn, dass acht ortfeste logistischen Einrichtungen, die ursprünglich zur Schließung vorgesehen waren, weitergenutzt werden: Materiallager Hardheim (BW), Munitionsdepot Altheim (BW), Munitionslager Lorup (NS),  Materiallager Königswinter (NRW), Materiallager Ladelund (SH), Materiallager Huchenfeld (BW). Wieder in Betrieb genommen werden das Materiallager Bargum (SH) und das Munitionsdepot Kriegsfeld (RP) . Es werden etwa 600 vorwiegend zivile Dienstposten benötigt und 200 Millionen € investiert. Die Umsetzung der Planung erfolgt im Zeitraum 2020 bis 2031.

 

- Bei der Schneekatastrophe in Oberbayern sind über 1100 Bundeswehrangehörige im Hilfseinsatz. Sie kommen vor allem von der Gebirgsbrigade 23. Die Soldaten räumen Straßen, Dächer und versorgen schwer zugängliche Siedlungen. Dabei sind die bei der Gebirgstruppe eingesetzten Überschneefahrzeuge von Hägglund sehr hilfreich. Eine Verdoppelung der Einsatzstärke ist durch Zuführung von Kräften der Panzerbrigade 12 und der Deutsch-Französischen Brigade eingeleitet. Eine besondere Premiere hatte auch ein Exemplar der beim Hubschraubertransporgeschwader 64 der Luftwaffe in Laupheim stationierten Airbus H145M LUH SOF, die für den besonderen Bedarf des KSK beschafft worden waren. Einer dieser Hubschrauber wurde zusammen mit Heeresbergführern  zur Sprengung von Lawinen eingesetzt.

 

- NATO-Generalsekretär Stoltenberg schließt eine Nachrüstung der NATO mit Mittelstreckenwaffen nicht aus, falls Russland weiterhin das INF-Abkommen von 1987 mit der Stationierung des Marschflugkörpers SSC-8 verletzt. Bundesaußenminister Maas lehnt eine Nachrüstung mit Hinweis auf ein neues Wettrüsten und zu erwartende Widerstände in Deutschland ab.

 

- Das Transportflugzeug A 400 M wird einen zweiten Standort erhalten. Die zentrale Basis des Lufttransportgeschwaders 62 in Wunstorf wird bis 2025 um die Stationierung von einem Dutzend Maschinen auf dem Fliegerhorst Lechfeld bei Augsburg erweitert. Begründet wird dies mit der Bereitstellung von Flugzeugen für multinationale Kooperation. Hintergrund der Entscheidung ist aber auch wohl die Tatsache, dass die Luftwaffe alle 53 bestellten Maschinen abnehmen wird und ein Verkauf von Maschinen nicht erfolgt. Auf der Basis Lechfeld war bis 2013 das Jagdbombergeschwader 32 stationiert, dessen Tornado in der SEAD-Rolle zur Bekämpfung der gegnerischen Luftverteidigung operieren konnten. Diese Aufgabe hat jetzt das Taktische Luftwaffengeschwader 51 in Jagel übernommen.

Kommentierung: Nach den Reduzierungen der letzten Jahre sind von der einst umfangreichen  fliegerischen Infrastruktur der Luftwaffe in Süddeutschland nur noch die Einsatzbasis des TLG 74 in Neuburg/Donau und die nur noch eingeschränkt militärisch genutzten Flugplätze in Manching, Erding, Penzing und Kaufbeuren verblieben. Der Klarstand bei der A 400 M scheint sich zu verbessern,  allerdings fehlen noch wesentliche Teile der Schutzausstattung. Da die Fähigkeit zum Starten und Landen auf Behelfspisten nicht den ursprünglichen Erwartungen entspricht, soll gemeinsam mit Frankreich eine kleine Zahl von Hercules Transportflugzeugen C 160 in den USA beschafft und gemeinsam auf dem Stützpunkt Evreux in Frankreich betrieben werden. Diese Befähigung ist vor allem für Evakuierungsoperationen erforderlich. Das BMVg verweist auf die Leistungsfähigkeit der A 400 M beim Langstreckentransport. Das durch Lieferverzögerungen, technische Probleme und Kostensteigerungen belastete Flugzeug war ursprünglich als Plattform für die Verlegung von Truppen incl. schwerem Gerät wie Hubschraubern und Schützenpanzern PUMA gedacht. Schweres Gerät wird aber bevorzugt mit angemieteten Schwerlasttransportern ziviler Anbieter aus Osteuropa befördert und der Einsatz von Bundeswehreinheiten in ferneren Regionen wird wohl gegenüber der Bündnisverteidigung in Europa  erst an die zweite Stelle bei den Prioritäten treten.

 

- Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission zum Absturz eines Kampfhubschraubers TIGER in Mali stellte Fehler bei der Wartung durch den Hersteller und mangelnde Kontrolle dieser Arbeiten durch Techniker der Bundeswehr als Ursache fest. Falsche Einstellungen an den Rotorblättern hätten zu einer instabilen Fluglage und  zu einem Absturz mit dem  Tod der beiden Besatzungsmitglieder geführt.

 

Dezember 2018:

 

- Zum Jahresende soll laut Information des BMVg der militärische Personalbestand der Bundeswehr mit 182.000 den höchsten Stand seit längerer Zeit erreicht haben.De facto waren es dann nur 181.274 (Wiegold, a.a.O.)

 

- Die Bundeswehr gibt das Feldlager Prizren auf. Damit ist der Kosovo-Einsatz Geschichte.

 

- In Munster wird ein Erprobungsverband für die voll digitalisierte Gefechtsführung aufgestellt (50 Soldaten, 60 Fahrzeuge). Die Digitalisierung der Führungs- und Funkausstattung soll nach den Vorstellungen der Heeresführung parallel zur Aufstellung der bis 2027 einsatzbereiten 10. Panzerdivision in den zwei weiteren bis 2032 voll aufzustellenden Divisionen erprobt werden.

 

 -Die Ministerin, Frau von der Leyen, verkündete außerdem die geplante Aktivstellung eines sechsten Panzerbataillons (Nr. 363) in Hardheim. Damit bleibt dieser baden-württembergische Standort erhalten. Das Bataillon geht aus der Substanz der beiden aktiven Kompanien des gekaderten Gebirgspanzerbataillons 8 hervor, die bisher den Panzerbataillonen 393 (Bd.Frankenhausen) und 104 (Pfreimd)unterstellt waren und am neuen Standort um eine Stabs-Versorgungskompanie und eine weitere Panzerkompanie ergänzt werden. Damit würde das Heer künftig wieder über sechs vollaktive Panzerbataillone verfügen, deren materielle Ausstattung mit zum Teil in Modernisierung befindlichen zusätzlichen LEOPARD II aber noch Zeit brauchen wird. Die Stückzahl soll auf ca. 320 LEOPARD II (A6 oder A 7) aufgestockt werden.

 

 - Das Abgeordnetenbüro von Jens Spahn (CDU) informierte die Presse darüber, dass die Theodor-Blank-Kaserne in Rheine-Bentlage weiter genutzt wird. In der Presse ist von der Stationierung von Einheiten des zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr die Rede.

 

 Herbst 2018 Bei dem NATO Manöver "Trident Juncture" in Norwegen übte die NATO die Bündnisverteidigung in der Größenordnung von 50.000 Soldaten. Im Mittelpunkt stand die Verlegung von NATO-Truppen über größere Distanzen und der Einsatz in der Verteidigung in allen Gefechtsarten. Eine Provokation Russlands sollte durch die Wahl des Übungsraums vermieden werden. Nukleare Szenarien und ein Aufmarsch unter Kriegsbedingungen blieben ausgeklammert. Allerdings war auch ein US-Flugzeugträger beteiligt. Die Nichtbündnispartner Schweden und Finnland nahmen ebenfalls teil. Die Bundeswehr stellte mit 8000 Soldaten das zweitgrößte Truppenkontingent nach den USA. Im besonderen Fokus standen die übenden Teile der Panzerbrigade (L) 9 aus Munster, die u.a. mit 16 LEOPARD II zur Übungspartei "Blau" gehörten. Die Brigade stellt 2019 den Rahmen für die "Speerspitzenbrigade" VJTF (Very High Readiness Task Force). Die VJTF soll als multinationaler Gefechtsverband der NATO binnen kürzester Frist für die Bündnisverteidigung einsetzbar sein.

Die Bundeswehr war auch bei der Übungspartei "Rot" mit Gebirgsjägern beteiligt. Besonders beachtet wurde auch der amphibische Einsatz der Pioniere aus Minden, die mit ihren  M3 Brückenfahrzeugen einen wesentlichen Fähigkeitsbeitrag zu den im Bündnis recht knapp gewordenen Schwimmbrückenkapazitäten leisten. Die Luftwaffe sollte mit PATRIOT-Systemen den Luftraum über den Heeresverbänden schützen, die in der Bundeswehr über keine eigenen Luftverteidigungskräfte mehr verfügen. Die Zahl von 10.000 Fahrzeugen, dazu 250 Flugzeuge und 65 Schiffe, unterstreicht die logistische Dimension des Unternehmens. Die deutsche Seeverladung auf zivile Roll-On-Roll-Off Schiffe erfolgte in Emden. Westliche Partner haben einen Teil ihrer Kräfte auch im kompletten Landmarsch nach Norwegen verlegt.

Die logistische Einsatzbasis der SKB wurde in Oslo-Gardemoen durch das Logistikbataillon 172 aus Beelitz als Teil des National Support Element (NSE) eingerichtet. Das Versorgungsbataillon 141 (Neustadt am Rübenberge) unterstützte weiter nördlich in Rena und Trysel die übende deutsche Kampftruppe. (Quelle: Loyal 12/2018 und Informationen eines Teilnehmers)

 

 Oktober 2018: Die Bundeswehr umfasst 180.195 Soldatinnen und Soldaten, davon 7710 freiwillig Wehrdienstleistende (Q: Wiegold, Augengeradeaus.net). Für 2023 wird vom BMVg ein Umfang von 203.000 angestrebt.

 

 September 2018: Das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr für den Planungszeitraum bis 2032 wurde vom Generalinspekteur, General Zorn, unterzeichnet. Details unterliegen der Geheimhaltung, es wurden nur Grundzüge vorgestellt. Die Planung geht für 2032 von 8 voll einsatzbereiten und voll ausgestatteten Heeresbrigaden, 25 seegehenden Schiffseinheiten und einer gemischten Luftwaffengruppe für die Bündnisverteidigung aus. Das Heer plant in folgen Etappen: 2023 eine voll einsatzbereite Brigade (PzGrenBrig 37 Frankenberg) für die VJTF, 2027 eine voll einsatzbereite Division (10.Panzerdivision Veitshöchheim) , 2032 drei einsatzbereite Divisionen. mehr lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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