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!2.5.2019      Stammtisch/Klönabend

18.5.2019     Grillnachmittag

 

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6.6.2019  Besuch im Materialdepot Kanalhafen

14.00 h

Anmeldung bis zum 3.6. Personalausweis nicht vergessen!

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Vorankündigung der

Sommeraktion 2019:

Buserkundung Rheine

17.8.

 

Tipp:

15.6.2019 Tag der Bundeswehr

Lützow-Kaserne

Münster-Handorf

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Gesellschaft für Sicherheitspolitik-Sektion Rheine

 

Kontakt zum Webmaster

xd300@hotmail.de

Jürgen Dreifke

Anregungen und Beiträge sind willkommen! Der Aufbau der Seite ist noch nicht abgeschlossen, die Einbindung von Inhalten und Bildern wird aber  kontinuierlich fortgesetzt.

Besonderer Dank gilt Peter Rottmann für die langjährige Pflege des Webauftritts unseres Traditionsverbandes!

Blickpunkt

Ablösung der LKW gl der II. Generation aus den 70er Jahren! Neue ungeschützte militärische Transportfahrzeuge (UTF) 5t und 15t laufen bei der Bundeswehr zu. Das  erste Los umfasst  330 Fünftonner und 219 Fünfzehntonner. Bis 2024 können  Lkw bis zum Gesamtumfang von 2.271 Fahrzeugen ohne Neuausschreibung bestellt werden. Das Foto zeigt die Version als Fünftonner beim Tag der Bundeswehr in Meppen am 9.6.2018.  

 

 

Kommentierungen der Informationen durch den Webmaster sind durch Kursivdruck kenntlich gemacht.

 März 2019

In den Medien kursieren Meldungen, dass sich die CDU-Vorsitzende Kramp-Karrenbauer mit Rückendeckung der Kanzlerin für den Bau eines deutsch-französischen Flugzeugträgers ausgesprochen haben soll. Gleichzeitig deuten die mittelfristigen Finanzplanungszahlen des Finanzministers und Vizekanzlers Scholz wieder auf rückläufige Anteile des Verteidigungshaushaltes hin.

Kritische Kommentare verweisen auf das Fehlen einer gemeinsamen strategischen Einsatzkonzeption und eine notwendige Mindestzahl von zwei Trägern, um eine halbwegs dauerhafte Verfügbarkeit zu garantieren. Es gibt bereits ein gemeinsames deutsch-französisches Kampfflugzeug- und ein Kampfpanzerprojekt um die Systeme RAFALE, EUROFIGHTER, LECLERC und LEOPARD II abzulösen. Das künftige gemeinsame Kampfflugzeug wird als Nachfolger der RAFALE auch über deren Trägertauglichkeit verfügen müssen. In der Diskussion um das künftige Fähigkeitsprofil der Bundeswehr war auch von einer Wiederbelebung der Seezielbekämpfung aus der Luft die Rede. Die Marine hatte in den alten Strukturen vor der Scharpingreform über Jagdbomber verfügt (SEAHAWK, dann F 104 G, zuletzt TORNADO), die von Landbasen aus den Seekrieg aus der Luft führen konnten und dabei nicht nur an ihre Heimatbasen Jagel und Eggebek auf dem "Flugzeugträger Schleswig-Holstein" gebunden waren. Die mehr als kritische Lage beim Sachstand Gerät in der ganzen Bundeswehr und die ungewissen Finanzperspektiven dürften die Ambitionen eines Trägers ad absurdum führen. Beim jüngsten Sachstandsbericht war leider wieder Geheimhaltung angesagt, aber durchgesickerte Zahlen verheißen keine Besserung. Zudem ist sehr ungewiss, ob alle Teile der Großen Koalition oder künftiger Koalitionen hinter einer finanziellen Trendwende stehen werden. (s.u)

 

Februar 2019

- Mit dem neuen Gesetz zur "nachhaltigen Verbesserung der personellen Einsatzbereitschaft" der Bundeswehr sind eine Vielzahl von sozialen und finanziellen Verbssserungen für Soldaten vorgesehen. Dazu gehören auch Erleichterungen und eine Flexibilisierung für den Reservistendienst (z.B. Streckung der Gesundheitskontrollen, Teilzeitdienst) . Die Reservisten  rücken noch mehr in den Fokus, weil sie Personallücken füllen müssen.

-Die Beschaffung eines schweren Transpothubschraubers incl. Materialerhaltungsleistungen wurde ausgeschrieben. Kandidaten sind die Chinook CH 47 von Boeing und CH 47 K von Sikorsky. Dafür sind Haushaltsmittel von 5, 6 Mrd € bis 2031 eingeplant. Die Stückzahl bewegt sich laut den Vorgaben des Generalinspekteurs zwischen 45 - 60. Die Diskussion fokussiert sich vor allem auf die CH 47 als marktverfügbarem und im Bündnis weitverbreitetem Modell und die noch nicht abgeschlossen Entwicklung der CH 53 K mit besseren Leistungsdaten.

- Die Bundesregierung hat gegenüber der NATO in dem Strategic Level Report angezeigt, dass Deutschland bis 2024 seine Vetreidigungsausgaben auf einen Anteil von 1,5 % des BSP bis 2024 steigern wird. Das auch von Deutschland auf dem Gipfel von Wales 2014 beschlossene 2% Ziel wird damit noch nicht erreicht. Auch die zugesagten 1,5 % mit 60 Mrd. € im Einzelplan 14 dürften bei kritischer Wahrnehmung der politischen Landschaft nicht von allen die Regierung tragenden politischen Kräften dauerhaft unterstützt werden. Die ständigen Diskussionen um die materielle Einsatzbereitschaft und  Auseinandersetzungen um Auftragsvergaben im BMVg  sind hier nicht förderlich und liefern den Gegnern einer Aufstockung der Mittel viel Munition.

- Auf der Sicherheitskonferenz in München manifestieren sich die Gegensätze zwischen der Trump-Administration und Bundeskanzlerin Merkel in Fragen der internationalen Wirtschaftsordnung und multilateralen Sicherheit.

- Im Raum Halle/Leipzig soll ein ressortübergreifendes Forschungszentrum für Cybersicherheit des BMVg, Bundesinnenministeriums und der Bundesländer entstehen.

-Die USA und die russische Föderation steigen aus dem INF-Abkommen von 1987  über das Verbot der Entwicklung landgestützer Mittelstreckenwaffen zwischen 500 und 5000 km Reichweite aus. Befürworter der Rüstungskontrolle hoffen noch auf eine neues Abkommen, bei dem auch ander Partner wie China eingebunden werden könnten. Vertragspartner beim INF-Abkommen waren nur Russland als Rechtsnachfolger der Sowjetunion und die USA, nicht die NATO! Allerdings hatte damals auch die Bundeswehr ihre im Rahmen der nuklearen Teilhabe betriebenen Pershing I-Raketen mit 700 km Reichweite bis 1991 ausgemustert. Seegestützte Raketen und Marschflugkörper dieser Reichweiten hatte das Abkommen nicht erfasst und sind auf beiden Seiten vorhanden. Präsident Putin hat die Entwicklung neuer Raketenwaffen als Antwort auf die Kündigung durch die USA und eine Neuverhandlung vorerst abgelehnt. Eine Stationierung würde es aber nur als Reaktion auf eine Stationierung von derartigen Systemen durch die USA geben. Experten vermuten, dass der Ausstieg aus dem INF-Abkommen weniger auf eine Konfrontation der USA und  Russlands als auf den Versuch, andere Nuklearstaaten zur Rüstungskontrolle zu bewegen, zurückgeht.

 

Januar 2019

-Bei der Nachfolgefrage des TORNADO ist eine erste Vorentscheidung gefallen. Es stehen laut BMVg nur noch der EUROFIGHTER oder eine neuere Version der F 18 zur Wahl. Das modernere, aber noch mit technischen Problemen behafteteTarnkappenflugzeug F 35 LIGHTNING II kommt nicht in Frage. Das Nachfolgemuster soll die Übergangszeit bis zur ab 2040 geplanten Verfügbarkeit eines neu entwickelten deutsch-französischen "Kampfflugzeuges der Zukunft (Future Combat Air System) " überbrücken. Das Ergebnis der endgültigen Entscheidung - EUROFIGHTER oder F18 oder ein Mix von beiden - sei aber offen und abhängig von der Darlegung der Hersteller zu den gestellten Anforderungen. Ungeachtet der endgültigen Entscheidung über den Nachfolger des TORNADO werden die 33 älteren EUROFIGHTER der ersten Tranche  ohnehin durch neue Versionen  ersetzt(Q.Wiegold,a.a.O.). Wenn Italien seine TORNADO 2023 außer Dienst stellt, wäre von den ehemaligen Nutzern UK,IT und D nur noch die deutsche Luftwaffe Betreiber dieses ab 1981 in Dienst gestellten Mehrzweckkampflugzeuges.

Kommentierung: Für die F 18 könnte die leichtere Zertifizierung für die Möglichkeit des Nukleareinsatzes bei einem Modell amerikanischer Herkunft und ihre schon verfügbare Einsatz-Rolle bei SEAD (Suppression Enemy Air Defence-Unterdrückung der gegnerishcen Luftabwehr) sprechen. Beide Aufgaben stehen im Pflichtenheft Deutschlands für die NATO. Als erprobtes Standardträgerflugzeug der US Navy böte die F 18 auch den Wiedereinstieg in die Option Seekrieg aus der Luft, die das neue Fähigkeitsprofil der Bundeswehr fordert. Die Boeing F 18 HORNET beruht auf einem Modell aus den 70er Jahren, stellt aber mit der F/A* 18 SUPER HORNET von 2001 eine Neuentwicklung dar, die auch von der US-Navy noch lange genutzt werden wird. Die Auslegung mit zwei Triebwerken  fördert die Flugsicherheit. Erinnerungen an die Einführung der Phantom F 4, eines robusten, ausgereiften, d.h.bei der Einführung schon älteren Kampfflugzeuges der US-Navy als "Übergangslösung"  für die F 104-Verluste  werden wach. Die Übergangspase dauerte bekanntlich von 1971 bis 2013 !                        A*=Attack

Eine gemischte Lösung mit 30-40 neueren EUROFIGHTERN und ca. 40-50 F 18 für die von den TLG 33 in Büchel und TLG 51 in Jagel abgedeckten Fähigkeiten wäre auch  denkbar, um die Rollen konventioneller Jagdbomber, SEAD, bemannte Luftaufklärung, nukleare Teilhabe und ggfs. auch wieder Seekrieg aus der Luft wahrzunehmen.

Mit dem Verzicht auf die F 35 LIGHTNING  II  schließt sich Deutschland nicht der Entscheidung vieler westlicher Staaten (USA,UK,IT,NL,NO,DK,TK, BE,  Israel, Australien, Südkorea...) für ein Radartarnkappenflugzeug mit aufwändiger Elektronik für einen digitalisierten Luftkrieg an. Die vom Hersteller Lockheed  Martin versprochenen Kostensenkungen durch hohe Stückzahlen und die Möglichkeit der Standardisierung und  Kooperation mit anderen Luftwaffen  hat das BMVg wohl  ebensowenig überzeugt wie die Perspektive, mit der F 35 im Notfall eine noch zeitgemäße Ausweichlösung für den Fall eines Scheiterns des deutsch-französischen FCAS zu haben. Die Auswahl unterliegt mehreren politischen, ökonomischen und militärischen Parametern., die sich in Stichworten so umreißen lassen: zu erwartende Widerstände in der Öffentlichkeit und Koalition gegen die Beschaffung von US-Flugzeugen in der Ära Trump, zunehmende Bedeutung (und Kontroverse) der nuklearen Teilhabe angesichts des Endes des INF-Vertrages, französische Bedenken gegen eine deutsche Beschaffung eines neueren US-Kampfflugzeuge, das als Alternative zum dt.-frz.Kooperationsprojekt FCAS denkbar wäre, Interessen der deutschen Luft-und Raumfahrtindustrie und deren Versprechen, den EUROFIGHTER an die Rollen des TORNADO anzupassen, Fragen der Materialerhaltung und Lebenszeitkosten eines offensichtlich noch nicht ausgereiften Flugzeugmusters, angesichts der schon vorhandenen Probleme bei der Erhaltung der Einsatzbereitschaft der jetzigen EUROFIGHTER, vielseitige Verwendbarkeit und Überlebensfähigkeit des Tornadonachfolgers, Einstieg in die digitalisierte mit vielen Systemen (Drohnen, Satelliten etc.) vernetzten künftigen Luftkriegführung.

 

-Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten Bartels (SPD) für 2018 kritisiert erneut massive Mängel bei der Ausstattung, Einsatzbereitschaft des Geräts und des Beschaffungsmanagements.Die sich häufenden Meldungen über ausfallende Regierungsflüge durch Probleme mit den Maschinen der Flugbereitschaft und die Meldungen über die Kostenexplosion bei dem Segelschulschiff Gorch Fock sind dabei nur die publikumswirksame Spitze des Eisbergs. Der Jahresbericht des Wehrbeauftragten lieferte erneut alarmierende Zahlen über den Klarstand der Hauptwaffensysteme LEOPARD II, Scützenpanzer PUMA , EUROFIGHTER und Airbus A 400 M, Schifseinheiten stehen für Missionen nicht zur Verfügung und an der persönlichen Ausstattung für den Einsatz mangelt es weiterhin.

 

-Die USA werden in den nächsten Wochen ihre Truppen in Polen im Rahmen der Rotation austauschen. Dabei wird es zu Truppenbewegungen von Antwerpen Richtung Polen auf dem Straßen- und Schienenweg kommen, bei denen Deutschland als Host Nation gefordert sein wird. Aufgrund früherer Zusicherungen an Russland stationiert die NATO keine festen Truppenteile dauerhaft an ihrer Peripherie im Osten und ersetzt die dort präsenten nichtpolnischen Truppenteile in gewissen Zeitabständen.

 

- Die Bundeswehr wird sich vorläufig nicht weiter an der Operation "Sophia" zur Schleuserbekämpfung im Mittelmeer beteiligen. Hintergrund sind die italienischen Widerstände gegen die Übernahme von Flüchtlingen und die großen Engpässe bei der Verfügbarkeit von Schiffseinheiten.

 

- In einem Tagesbefehl verkündet Generalinspekteur Zorn, dass acht ortfeste logistischen Einrichtungen, die ursprünglich zur Schließung vorgesehen waren, weitergenutzt werden: Materiallager Hardheim (BW), Munitionsdepot Altheim (BW), Munitionslager Lorup (NS),  Materiallager Königswinter (NRW), Materiallager Ladelund (SH), Materiallager Huchenfeld (BW). Wieder in Betrieb genommen werden das Materiallager Bargum (SH) und das Munitionsdepot Kriegsfeld (RP) . Es werden etwa 600 vorwiegend zivile Dienstposten benötigt und 200 Millionen € investiert. Die Umsetzung der Planung erfolgt im Zeitraum 2020 bis 2031.

 

- Bei der Schneekatastrophe in Oberbayern sind über 1100 Bundeswehrangehörige im Hilfseinsatz. Sie kommen vor allem von der Gebirgsbrigade 23. Die Soldaten räumen Straßen, Dächer und versorgen schwer zugängliche Siedlungen. Dabei sind die bei der Gebirgstruppe eingesetzten Überschneefahrzeuge von Hägglund sehr hilfreich. Eine Verdoppelung der Einsatzstärke ist durch Zuführung von Kräften der Panzerbrigade 12 und der Deutsch-Französischen Brigade eingeleitet. Eine besondere Premiere hatte auch ein Exemplar der beim Hubschraubertransporgeschwader 64 der Luftwaffe in Laupheim stationierten Airbus H145M LUH SOF, die für den besonderen Bedarf des KSK beschafft worden waren. Einer dieser Hubschrauber wurde zusammen mit Heeresbergführern  zur Sprengung von Lawinen eingesetzt.

 

- NATO-Generalsekretär Stoltenberg schließt eine Nachrüstung der NATO mit Mittelstreckenwaffen nicht aus, falls Russland weiterhin das INF-Abkommen von 1987 mit der Stationierung des Marschflugkörpers SSC-8 verletzt. Bundesaußenminister Maas lehnt eine Nachrüstung mit Hinweis auf ein neues Wettrüsten und zu erwartende Widerstände in Deutschland ab.

 

- Das Transportflugzeug A 400 M wird einen zweiten Standort erhalten. Die zentrale Basis des Lufttransportgeschwaders 62 in Wunstorf wird bis 2025 um die Stationierung von einem Dutzend Maschinen auf dem Fliegerhorst Lechfeld bei Augsburg erweitert. Begründet wird dies mit der Bereitstellung von Flugzeugen für multinationale Kooperation. Hintergrund der Entscheidung ist aber auch wohl die Tatsache, dass die Luftwaffe alle 53 bestellten Maschinen abnehmen wird und ein Verkauf von Maschinen nicht erfolgt. Auf der Basis Lechfeld war bis 2013 das Jagdbombergeschwader 32 stationiert, dessen Tornado in der SEAD-Rolle zur Bekämpfung der gegnerischen Luftverteidigung operieren konnten. Diese Aufgabe hat jetzt das Taktische Luftwaffengeschwader 51 in Jagel übernommen.

Kommentierung: Nach den Reduzierungen der letzten Jahre sind von der einst umfangreichen  fliegerischen Infrastruktur der Luftwaffe in Süddeutschland nur noch die Einsatzbasis des TLG 74 in Neuburg/Donau und die nur noch eingeschränkt militärisch genutzten Flugplätze in Manching, Erding, Penzing und Kaufbeuren verblieben. Der Klarstand bei der A 400 M scheint sich zu verbessern,  allerdings fehlen noch wesentliche Teile der Schutzausstattung. Da die Fähigkeit zum Starten und Landen auf Behelfspisten nicht den ursprünglichen Erwartungen entspricht, soll gemeinsam mit Frankreich eine kleine Zahl von Hercules Transportflugzeugen C 160 in den USA beschafft und gemeinsam auf dem Stützpunkt Evreux in Frankreich betrieben werden. Diese Befähigung ist vor allem für Evakuierungsoperationen erforderlich. Das BMVg verweist auf die Leistungsfähigkeit der A 400 M beim Langstreckentransport. Das durch Lieferverzögerungen, technische Probleme und Kostensteigerungen belastete Flugzeug war ursprünglich als Plattform für die Verlegung von Truppen incl. schwerem Gerät wie Hubschraubern und Schützenpanzern PUMA gedacht. Schweres Gerät wird aber bevorzugt mit angemieteten Schwerlasttransportern ziviler Anbieter aus Osteuropa befördert und der Einsatz von Bundeswehreinheiten in ferneren Regionen wird wohl gegenüber der Bündnisverteidigung in Europa  erst an die zweite Stelle bei den Prioritäten treten.

 

- Der Abschlussbericht der Untersuchungskommission zum Absturz eines Kampfhubschraubers TIGER in Mali stellte Fehler bei der Wartung durch den Hersteller und mangelnde Kontrolle dieser Arbeiten durch Techniker der Bundeswehr als Ursache fest. Falsche Einstellungen an den Rotorblättern hätten zu einer instabilen Fluglage und  zu einem Absturz mit dem  Tod der beiden Besatzungsmitglieder geführt.

 

Dezember 2018:

 

- Zum Jahresende soll laut Information des BMVg der militärische Personalbestand der Bundeswehr mit 182.000 den höchsten Stand seit längerer Zeit erreicht haben.De facto waren es dann nur 181.274 (Wiegold, a.a.O.)

 

- Die Bundeswehr gibt das Feldlager Prizren auf. Damit ist der Kosovo-Einsatz Geschichte.

 

- In Munster wird ein Erprobungsverband für die voll digitalisierte Gefechtsführung aufgestellt (50 Soldaten, 60 Fahrzeuge). Die Digitalisierung der Führungs- und Funkausstattung soll nach den Vorstellungen der Heeresführung parallel zur Aufstellung der bis 2027 einsatzbereiten 10. Panzerdivision in den zwei weiteren bis 2032 voll aufzustellenden Divisionen erprobt werden.

 

 -Die Ministerin, Frau von der Leyen, verkündete außerdem die geplante Aktivstellung eines sechsten Panzerbataillons (Nr. 363) in Hardheim. Damit bleibt dieser baden-württembergische Standort erhalten. Das Bataillon geht aus der Substanz der beiden aktiven Kompanien des gekaderten Gebirgspanzerbataillons 8 hervor, die bisher den Panzerbataillonen 393 (Bd.Frankenhausen) und 104 (Pfreimd)unterstellt waren und am neuen Standort um eine Stabs-Versorgungskompanie und eine weitere Panzerkompanie ergänzt werden. Damit würde das Heer künftig wieder über sechs vollaktive Panzerbataillone verfügen, deren materielle Ausstattung mit zum Teil in Modernisierung befindlichen zusätzlichen LEOPARD II aber noch Zeit brauchen wird. Die Stückzahl soll auf ca. 320 LEOPARD II (A6 oder A 7) aufgestockt werden.

 

 - Das Abgeordnetenbüro von Jens Spahn (CDU) informierte die Presse darüber, dass die Theodor-Blank-Kaserne in Rheine-Bentlage weiter genutzt wird. In der Presse ist von der Stationierung von Einheiten des zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr die Rede.

 

 Herbst 2018 Bei dem NATO Manöver "Trident Juncture" in Norwegen übte die NATO die Bündnisverteidigung in der Größenordnung von 50.000 Soldaten. Im Mittelpunkt stand die Verlegung von NATO-Truppen über größere Distanzen und der Einsatz in der Verteidigung in allen Gefechtsarten. Eine Provokation Russlands sollte durch die Wahl des Übungsraums vermieden werden. Nukleare Szenarien und ein Aufmarsch unter Kriegsbedingungen blieben ausgeklammert. Allerdings war auch ein US-Flugzeugträger beteiligt. Die Nichtbündnispartner Schweden und Finnland nahmen ebenfalls teil. Die Bundeswehr stellte mit 8000 Soldaten das zweitgrößte Truppenkontingent nach den USA. Im besonderen Fokus standen die übenden Teile der Panzerbrigade (L) 9 aus Munster, die u.a. mit 16 LEOPARD II zur Übungspartei "Blau" gehörten. Die Brigade stellt 2019 den Rahmen für die "Speerspitzenbrigade" VJTF (Very High Readiness Task Force). Die VJTF soll als multinationaler Gefechtsverband der NATO binnen kürzester Frist für die Bündnisverteidigung einsetzbar sein.

Die Bundeswehr war auch bei der Übungspartei "Rot" mit Gebirgsjägern beteiligt. Besonders beachtet wurde auch der amphibische Einsatz der Pioniere aus Minden, die mit ihren  M3 Brückenfahrzeugen einen wesentlichen Fähigkeitsbeitrag zu den im Bündnis recht knapp gewordenen Schwimmbrückenkapazitäten leisten. Die Luftwaffe sollte mit PATRIOT-Systemen den Luftraum über den Heeresverbänden schützen, die in der Bundeswehr über keine eigenen Luftverteidigungskräfte mehr verfügen. Die Zahl von 10.000 Fahrzeugen, dazu 250 Flugzeuge und 65 Schiffe, unterstreicht die logistische Dimension des Unternehmens. Die deutsche Seeverladung auf zivile Roll-On-Roll-Off Schiffe erfolgte in Emden. Westliche Partner haben einen Teil ihrer Kräfte auch im kompletten Landmarsch nach Norwegen verlegt.

Die logistische Einsatzbasis der SKB wurde in Oslo-Gardemoen durch das Logistikbataillon 172 aus Beelitz als Teil des National Support Element (NSE) eingerichtet. Das Versorgungsbataillon 141 (Neustadt am Rübenberge) unterstützte weiter nördlich in Rena und Trysel die übende deutsche Kampftruppe. (Quelle: Loyal 12/2018 und Informationen eines Teilnehmers)

 

 Oktober 2018: Die Bundeswehr umfasst 180.195 Soldatinnen und Soldaten, davon 7710 freiwillig Wehrdienstleistende (Q: Wiegold, Augengeradeaus.net). Für 2023 wird vom BMVg ein Umfang von 203.000 angestrebt.

 

 September 2018: Das Fähigkeitsprofil der Bundeswehr für den Planungszeitraum bis 2032 wurde vom Generalinspekteur, General Zorn, unterzeichnet. Details unterliegen der Geheimhaltung, es wurden nur Grundzüge vorgestellt. Die Planung geht für 2032 von 8 voll einsatzbereiten und voll ausgestatteten Heeresbrigaden, 25 seegehenden Schiffseinheiten und einer gemischten Luftwaffengruppe für die Bündnisverteidigung aus. Das Heer plant in folgen Etappen: 2023 eine voll einsatzbereite Brigade (PzGrenBrig 37 Frankenberg) für die VJTF, 2027 eine voll einsatzbereite Division (10.Panzerdivision Veitshöchheim) , 2032 drei einsatzbereite Divisionen. mehr lesen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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